Wie jetzt...?

... in diesem Blog steht der ganze Unsinn, der einer bunten Kuh so einfällt, während sie auf ihrer Weide steht. Hier

gibt es "unspielbare" Szenen aus dem Kaschperltheater, farbenfrohe Streitgespräche zwischen mir und 19 (!) Alter Egos,

jede Menge Kaffeepausen und anderen Quatsch. Kreuz und quer durcheinander und ohne künstlerischen Anspruch.

23.11.16

How to bastel a Lifestyle-Magazin für Twens


Da bauen wir also ein Klatschmagazin, nennen es OUT_Reach und erschrecken die Leser zunächst mit Fotos auf der Titelseite, die neben Sarah und Pietro (wersn das?), Brät Pitt, Prinz „Harry“ und Xtina Aguilera wie folgt aufreißen mit

Gabriele Hundstaler

NEU! EXKLUSIV! NUR WIR WISSEN BESCHEID!

Die Schock-Nachricht –

was jetzt Gabrieles Familenglück bedroht!

… und wenn unsere Kunden die Schmonzette dann gekauft haben (unter anderem, um eine gewisse Tochter für das Ausräumen der Spülmaschine zu „bezahlen“) erfahren sie nach einem Blick ins Heft die unglaubliche Wahrheit.

Gabrieles Großmutter seligen Angedenkens erlitt im Dezember 1974 einen fiesen Schnupfen und jetzt steht zu befürchten, daß auch Gabriele demnächst an einem fiesen Schnupfen erkranken wird.

SKANDAL! DRAMA! Wer kümmert sich um ihr Baby, wenn sie krank wird?

… und damit weiter zu anderen, belanglosen Bildern aus dem Weltweitnetz, die wir im Magazin einmal wöchentlich in gedruckter Form präsentieren.

Peinliche Bilder („Kuckt mal, wir sehen hier den Popo von Kim Kadarschian!“) wechseln sich ab mit offensichtlichen Werbeanzeigen und dezenter von Kosmetikfirmen bezahlten Seiten („Ein zuckersüßer Kussmund wie von Drew Barrymore – nur mit den Produkten von Shmuzzi-buzz zu erreichen!“)

Die Kunden lesen zunächst, für wie viele Millonen Dollar die Bude von Taylor Swift zum Verkauf steht (also die eine in Malibu, die sie jetzt nicht mehr braucht – garniert mit zehn Fotos einer protzigen Bude einer xbeliebigen Immobilienseite).

Und nebenbei erfahren sie den wahren Grund, warum Sarah und Pietro (wer?!) sich getrennt haben.

Des weiteren gibt es diverse Strecken mit den bewährten Diätmethoden der Promis oder wahlweise zur Trendfarbe „Lilahimmelgrün“, die mit Fotos von berühmten Leuten in genau dieser Farbe auf genau diese Farbe hinweist. (Ganz egal, wie alt die Bilder der Promis sind, denn Madonna trug Lilahimmelgrün zuletzt bei den EMA 2011).

Dann gibt es weiter hinten im Heft die Rubrik „so hot – so not“ , wo wir uralte und extrem unvorteilhafte Fotos von Damen auf dem roten Teppich entsprechend niedermachen oder belobhudeln.

Die zahlende Kundschaft liebt derartige Häme.

Oder wir kopieren das Horoskop aus der „Brigitte“ vom Vormonat, setzen für irgendein beliebiges Sternzeichen das Foto irgendeines beliebigen Promis ein (von denen sich zum Glück für jeden Monat des Jahres mehrere finden lassen) und schwurbeln dann etwas von „in der nächsten Woche wartet ein neuer, heißer Lover auf dich“.

Dazu ein paar weitere, lukrative Werbeseiten von Diätgetränken, Nagellacks und Lippenstiften, sowie ein pseudojournalistischer Beitrag über den Schlankheitswahn unter den Hollywood-Schauspielerinnen, garniert mit ein paar Schnappschüssen von Instagram („Ooops, Britney Spears fällt beim Kaffeeholen übern Randstein!“) und den Party-Outfits der Woche (die sich normale Leserinnen der Zeitschrift weder körperlich, noch finanziell leisten können).

Ein paar ganzseitige Anzeigen für neue Serien, Kinofilme oder (ta-daah!) Nagellacks und Lippenstifte und fertig ist DAS ultimative Magazin für…

äh…

… irgendwie niemanden, der ab und zu in die Flimmerkiste oder ins Weltweitnetz schaut. Wir haben das alles schon neulich auf Instagram oder Facebook gesehen und außerdem interessiert sich wirklich niemand für Sarah und Pietro (echt jetz: wersn das?!).

Aber das Heft wird gekauft und der Euro fließt.

Leider nicht in MEIN Portemonnaie. Verdammt!