Wie jetzt...?

... in diesem Blog steht der ganze Unsinn, der einer bunten Kuh so einfällt, während sie auf ihrer Weide steht. Hier

gibt es "unspielbare" Szenen aus dem Kaschperltheater, farbenfrohe Streitgespräche zwischen mir und 19 (!) Alter Egos,

jede Menge Kaffeepausen und anderen Quatsch. Kreuz und quer durcheinander und ohne künstlerischen Anspruch.

19.10.17

Gedankenlos - wenn Deppen parken


Es gibt fast nichts, was meinen Kreislauf vor sechs Uhr morgens so gut in Schwung bringt wie eine Runde gründlich ÄRGERN. Heute gab es nämlich eine weitere Folge aus der in unserer schmalen Vorstadtstraße sehr beliebten Serie „Gedankenlos – wenn Deppen parken“.

Neben einer sehr engen Garageneinfahrt (die deutlich als solche gekennzeichnet ist) und neben einem eher kleinen Opel Corsa hat heute ein eher großer Transporter mit Rosenheimer Kennzeichen eine Rolle in diesem Fortsetzungs-Dramolett gespielt.

Es war sehr mühsam, mein eigenes Auto schadlos an dem saudumm abgestellten Fremdvehikel vom Hof zu bekommen und als ich endlich draußen war, war ich auf 180… und das in einer 30er-Zone!

Wie so oft frage ich mich, was in den Köpfen mancher Verkehrsteilnehmer vor sich geht, wenn sie ihre Fahrzeuge parken.

Hier ein paar Higlights aus den bisherigen Folgen von „Wenn Deppen parken“:

(eine Fortsetzung folgt vermutlich bald, wollen wir wetten? Gnampf… )

25.09.17

... was für ein Theater!

Wörtlich und im übertragenen Sinn, denn ich habe dem Theater-Blog nebenan ein neues Styling verpasst (und dem Kaschperl ein paar dezentere Farben gegönnt).
Das Gruppenbild mit Maus sieht jetzt so aus:



19.09.17

Die schönen Seiten des Älterwerdens








D'Oma Rosa hod gmoant:
älter wern is nix für Feigling',
aba sie is' fast hundert Jahr alt g'worn...


... und damit kommen wir zu den schönen Seiten des Älterwerdens, denen ich vorhin nachgespürt habe, nachdem ich von Ines Meyrose darauf aufmerksam gemacht wurde.
Mal sehen, da muß es doch ein, zwei coole Sachen geben...

Die beste Sache am Älterwerden ist die zunehmende Gelassenheit. In meiner hauseigenen Sorgenmacherei (im Oberstübchen links, hinter der Denkfabrik) wird schon jetzt weniger gearbeitet als früher.

Natürlich mache ich mir nach wie vor Sorgen, aber ich habe im Lauf der Jahre gelernt, sie so lange von verschiedenen Seiten zu betrachten, bis sie ihren Schrecken verlieren – oder bis es mir schlicht zu lästig wird, mich damit zu befassen.

Nachdem ich eine Reihe von kleinen, mittleren und großen Katastrophen „durch“ habe, versetzt mich so schnell nichts mehr in Panik. Nein, tatsächlich auch der Tod nicht, sofern es sich dabei um meinen eigenen handelt. Der gehört schon immer zu meinem Leben und je älter ich werde, desto weniger fürchte ich ihn. Er weiß das.

Mit dieser wachsenden Gelassenheit verschwindet langsam auch das unangenehme Gefühl, daß ich persönlich an allem schuld bin, was auf diesem Planeten schiefgeht: wegen mir (und weil ich gestern aus Versehen den Biomüll in die Restmülltonne gepackt habe) geht die Welt nicht unter.

Zusammen mit der Gelassenheit wächst mit dem Alter auch das Selbstvertrauen. Ich weiß mittlerweile, was ich kann und ich weiß, wie ich es zum Vorteil aller Beteiligten einsetzen kann – sei es durch körperlichen Einsatz, sei es durch geistigen Beistand. Und wenn ich etwas nicht kann, habe ich keine Angst mehr davor, jemanden um Hilfe zu bitten oder um Rat zu fragen.

Die zweitbeste Sache am Älterwerden ist der Blick auf meine Kinder, der mit jedem Tag meines/ihres Lebens detaillierter wird. Ich habe drei sehr  bemerkenswerte Menschen in die Welt gesetzt, die gerade ihre eigenen Wege finden. Es hat sich gelohnt, ihnen zu helfen, wo es nötig war - und genau so gut war es, sie ihre eigenen Fehler machen zu lassen. Je älter sie werden, desto ruhiger werde ich, was ihre Zukunft angeht. Die kriegen das schon hin, irgendwie. Sie kommen nach mir.

Ebenfalls schön, aber in meinem Fall nicht unbedingt ans Älterwerden gekoppelt, ist eine zunehmende Un-Eitelkeit. Meine Haare werden grau. Na und? Ich bin fast fünfzig, da ist das eben so. Aus meinen Fältchen werden Falten. Na und? Jede einzelne von ihnen habe ich mir verdient – viele durch ärgerliches Stirnrunzeln und besorgtes Hochziehen der Augenbrauen, aber glücklicherweise viel mehr von ihnen durch Lächeln und Lachen. Ich habe keine Bikini-Figur. Na und? Wenn ich mir einen anziehe, ist meine Figur eine Bikini-Figur. (Das mache ich nicht, weil es bescheuert aussieht, aber wenn ich wollte, könnte ich. Und wer das nicht sehen will, muß mal kurz in eine andere Richtung schauen.).

Je älter ich werde, desto dankbarer werde ich – und ich glaube, das ist das wichtigste bei der ganzen Angelegenheit. Ich bin dankbar dafür, wie ich aufwachsen durfte, ich bin dankbar dafür, daß ich so werden konnte, wie ich heute bin, ich bin dankbar dafür, daß ich einen Partner gefunden habe, mit dem ich mittlerweile weit mehr als die Hälfte meines Lebens verbringe und mit dem ich auch den Rest dieser Zeit verbringen werde: wir passen einfach gut zusammen. Ich bin dankbar für mein Umfeld und dankbar dafür, daß ich in einer Gesellschaft leben darf, die mich so leben lässt, wie ich leben möchte.

Gelassenheit und Dankbarkeit: für mich die schönsten Seiten des Alterns.

 
Text für den Grabstein
einer (bunten) Kuh:
Sie fraß ihr letztes Gras,
bevor sie in selbiges biss















02.09.17

Regen bringt Segen


Guten Morgen.
Hier regnet es in Strömen und das wird wohl heute und morgen so bleiben. Ideales Bügel- und Aufräumwetter, ich habe gestern meinen Kleiderschrank ausgemistet und mich dabei endlich von vielen Altlasten getrennt.

Ja, auch vom legendären "blauen Kleid", das ich genau zweimal getragen habe und danach immer als Ansporn im Schrank hängen hatte: irgendwann würde ich es wieder tragen können...

Mittlerweile bin ich erwachsen genug, um einzusehen, daß ich es gar mehr tragen wollte, selbst wenn ich es könnte - das Ding hängt seit 1992 da. Keine Frage, es ist ein hübsches und zeitloses Kleid (der Vorteil der „Landhausmode“), aber es passt nicht mehr zu mir. Also raus damit.

So war es mit einigen Klamotten. Ich habe auch sehr viel weggegeben, das mir zwar aktuell passt, das ich aber schlicht nicht mehr haben will. Drunter waren viele Verzweiflungskäufe (irgendeine kurzärmelige Bluse in XXXL), die ich nie besonders gut leiden konnte. Blöder Stoff, doofes Muster, aber hauptsächlich weit genug geschnitten, um mich zu verhüllen.

Auch hier bin ich ein Stück klüger geworden: ich bin dick und das sieht man. Da ist es egal, ob ich mir eine überdimensionale Flatterbluse anziehe oder etwas, das enger anliegt. Also weg mit den Synthetik-Monstern.

Lediglich ein paar Riesenshirts aus Baumwolle dürfen eine zweite Karriere als Pyjama-Oberteile beginnen.

Alles andere habe ich fein säuberlich verpackt und sofort (!) in die Kolping-Container bei der Kirche gebracht. So bin ich gar nicht erst in Versuchung gekommen, das eine oder andere Teil wieder aus den Tüten rauszuholen, weil „is ja schad drum“ und „des hod amoi vui Geld kost’“… (im Hinterkopf habe ich immer die Stimme meiner Mutter gehört, die ihrerseits allein für sich einen sechstürigen Schrank mit Gewand füllt).

Danach hab ich mir noch einen Jux daraus gemacht, die verbliebenen Klamotten nach Farben zu sortieren: schwarz, blau, braun, orange, grün (wenig), lila und gemustert. Ich werde in diesem Leben kein Interesse mehr an Stil und Mode entwickeln, das ist einfach nicht meine Welt. Trotzdem ist diese neue Ordnung im Schrank sehr angenehm.

Noch dazu, wo ich einige Teile gefunden habe, die ich noch gar nie getragen habe.

Mal sehen, was ich heute mache, denn wie gesagt: es wird noch eine Weile weiter regnen und da gibt es noch ein paar Ecken im Kuhstall, die dringend aufgeräumt und ausgemistet werden müssen…

29.08.17

Selbstversuch - Fortsetzung


Tag 7) Montag
"unser" Weingut: www.tschermonegg.at


Gefrühstückt wie üblich: Tomaten, Gurken, Käse, Schinken, Eier, Milchkaffee, etwas Buttermilch… und dann noch ein paar Stückerl Ananas, wegen der segensreichen Enzyme.

Das Mittagessen ist ausgefallen, da meine Lieben noch unterwegs auf einer Wanderung waren und ich nicht hungrig genug, um mir im Buschenschank eine Jause zu bestellen. Wäre eh nicht der Mühe wert gewesen, da es wohl wieder auf einen Salat mit Käse hinausgelaufen wäre.

Zwischendurch gab’s einfach lecker Käffchen. Und dann hab ich mir das Knie verrenkt, als ich mich auf einen Stuhl gesetzt habe – das muß mir erstmal einer nachmachen! Eine „falsche“ Drehbewegung und das morsche Kreuzband hat mal wieder die Grätsche gemacht. Vermutlich hat es mir die vielen Treppenstufen vom Vorstag verübelt.

Die knappe Stunde Aqua-Gymnastik im Pool hat nicht wirklich viel geholfen, war aber trotzdem schön.

Abends gab es mal wieder Salat mit Backhendlstreifen und dazu ein Vierterl Wein. (hicks)


"mein" Pool

Tag 8) Dienstag, 21.08.17


Das heutige Weinberg-Frühstück bestand aus zwei Eiern, etwas Käse, Walnüssen und Brombeeren, sowie ein paar Tomaten und Schinken. Buttermilch (wenig) und Käffchen (viel) dazu.

Das Mittagessen fiel wieder aus, da wir schon für sechs Uhr einen Tisch fürs Abendessen bestellt hatten. So ein paar Stunden kann ich durchaus ohne Futter überleben, wobei ich es bemerkenswert finde, wie lange mein Frühstück vorhält. Um drei Uhr nachmittags noch kein Hunger, erst gegen vier, halb fünf hat sich ein leise knurrender Magen gemeldet. 

Abends gab es zur größten Überraschung wieder einen Salat, allerdings diesmal mit gekochtem Rindfleisch und Bohnen zwischen all dem Grünzeug. Und später ein „Abschiedsachterl“ Wein.



Tag 9) Mittwoch

Das vorletzte Frühstück in der Steiermark: ohne Schinken, dafür ein bißchen mehr Käse und zum Nachtisch etwas Ananas.


durch die Weinberge
Und da heute Ruhetag im Buschenschank ist und wir wieder um sechs Uhr zum Abendmahl schreiten (avec toute la famille), wird es wohl zwischendurch wieder nichts hinter die Krawatte geben außer ein paar Tässchen Kaffee und ein paar Runden im Pool.
Das Dinner war dann etwas fürnehmer gehalten, was die Lokalität anging. Das Essen war gut, aber längst nicht so sensationell, daß der Preis dafür gerechtfertigt gewesen wäre. Als Vorspeise habe ich mir gebratene Garnelen (3 Stück) mit Salat gegönnt und der Hauptgang waren dann „geröstete Eierschwammerl“, also quasi ein paar Bratkartoffeln mit Rührei und Pfifferlingen. Die Kartoffeln habe ich dem Jüngsten und meinem Holden vermacht, zum Essen nur Wasser getrunken und auf eine Nachspeise verzichtet.

Jetzt bin ich gespannt, ob und wann die Schwammerln in meinen Gedärmen für Radau sorgen oder ob ich diese Sorte in dieser Zubereitungsart vertrage. No risk, no fun…



Tag 10) 24.08.17 Donnerstag, Abreise


Zum letzten Mal das übliche Frühstück mit ohne Brot. Die Heimreise haben wir heil überstanden und weil niemand Hunger hatte, auch ohne Halt an irgendeiner Futterkrippe.

Als mich der Erstgeborene zum ersten Mal erblickt hat, hat er gesagt: „Hey, du hast abgenommen!“ Ich hätt ihn küssen können (auch wenn er ein paar meiner Pflanzen hat vertrocknen lassen).

Zum Abendessen werde ich mir noch ein paar Tomaten, etwas Gurke und Thunfisch in einer Schüssel zusammenschmeißen und es Salat nennen.

Auf das Zwischenergebnis meines Selbstversuchs bin ich gespannt, bevor wir morgen Früh zur zweiten Etappe aufbrechen. A propos „gespannt“: der Jeansrock, der am Bauch immer ziemlich gespannt hat, sitzt nicht mehr so stramm… 



Tag 11) Weiterfahrt nach Italien


Das Zwischenergebnis fiel sehr zufriedenstellend aus und hat mich zum Weitermachen motiviert. Zur Erinnerung: Italien, das Land der Pizza und Pasta (wenn auch nur für ein Wochenende)…

Zum Frühstück ein Stück Käse und als Reiseproviant das Eichhörnchen-Sortiment Nüsse und später unterwegs ein paar Gabeln Rührei mit Schinken von meinem Liebsten gemopst. Um Mißverständnissen vozubeugen: er war schon satt und hat es mir freiwillig überlassen.

Nach der Ankunft habe ich in einem kleinen Restaurant ein paar gegrillte Calmares mit Salat gegessen und später am Abend auf der Piazza einen herrlichen, eiskalten Gin Tonic geschlürft. Dazu gab es eine in Tomaten geschmorte und mit Käse überbackene Portion Aubergine und ich habe es geschafft, sowohl das Weißbrot, als auch die Grissini zu übersehen.



Tag 12) Samstag in Brescello 
die berühmte Kirche von Don Camillo


Das italienische Hotelfrühstück ist eine eher unspektakuläre Angelegenheit (besonders im Vergleich mit den herrlichen Buffets der letzten Woche), aber der Vorteil „meiner“ Methode ist, daß ich damit trotzdem etwas anfangen konnte: ein bißchen Schinken, Käse, ein Ei und dazu Kaffee. Fertig.

Die „kleine Welt des Don Camillo“ ist wirklich klein. Wir haben alle Sehenswürdigkeiten und Drehorte besichtigt und waren damit vor dem Mittagessen fertig. Wer mein Schneckentempo kennt, kann sich ausrechnen, wie weit alles auseinanderliegt…

Mittags auf der Piazza einen frischen Salat mit Mozzarella, Thunfisch und Mais, wieder ohne Brot. Dann sind wir aus der Hitze (35°C im Schatten!) ins Hotel geflüchtet und erst am frühen Abend wieder aufgebrochen, die letzten beiden Museen abklappern.

Danach gab es für die anderen Pizza und für mich gegrillte Gamberinos mit Zucchini und Auberginen.



Tag 13) Heimreise, die zweite


Zum Frühstück wieder das sparsame „italienische Gedeck“ mit ohne Brot. Ein paar Tomaten dazu wären toll gewesen, aber es ging auch so.

Dann sind wir auf einer gigantischen Rückreisewelle am Gardasee vorbei über den Brenner gesurft und hatten das große Glück, daß wir vor dem riesigen Stau durchgekommen sind, der sich später auf der Strecke gebildet hat.

Weil niemand so richtig Hunger hatte und wir so viel Strecke wie möglich machen wollten, haben wir uns auf eine kleine Pinkelpause beschränkt. Als kluge Hausfrau habe ich beim Zwischenstopp am Donnerstag einiges eingekauft, um am Sonntag nicht vor einem leeren Kühlschrank zu stehen.

Also habe ich mir direkt nach der Heimkehr erstmal einen schönen Salat geschnippelt (Tomaten, Gurke, Rest Harzer Käse, etwas Thunfisch), während sich die anderen Stullen gemacht haben.

Abends wurde der Lieferservice bemüht und ich habe mich auf Tofu mit Gemüse beschränkt.



Tag 14) Fazit


Doch, ja, kann sich sehen lassen: ich bin drei Kilo leichter als bei der Abreise.
Damit wäre (erneut) der Beweis erbracht, daß man (ich) im Urlaub abnehmen kann, wenn ich unauffällig ein paar Kohlenhydrate weglasse. Ich hatte nicht ein einziges Mal das Gefühl, mir würde etwas entgehen. Obwohl… lasst mich nicht lügen: die Pizza am Samstagabend war schon sehr verlockend.

28.08.17

Abnehmen für Wiederkäuer (Folge 428)


Selbstversuch, zum vierten:
Kann man (ich) im Urlaub abnehmen?


Versuchsort 1: Südsteiermark, in den Weinbergen
Versuchsort 2: Norditalien, im Dorf von Don Camillo

Versuchsperson: mal wieder ich selbst, natürlich
Versuchszeitraum: 17. bis 27.08.17
Startgewicht: viele Kilo
Zielgewicht: weniger viele Kilo


... so weit das Auge reicht - und weiter
Wir sind wieder im Land, in dem Kernöl zu den Getränken zählt und in dem einen die Backhendln nur so um die Ohren flattern. Mein Startgewicht vor Reisebeginn spottet jeder Beschreibung; ich habe meinen eigenen Weltrekord gebrochen. Ja natürlich den nach oben, würde ich sonst hier schreiben?

Ein paar Tage vor dem Urlaub habe ich wieder damit angefangen, die Anzahl der Mahlzeiten von zwölf auf drei zu reduzieren, dabei auf die Kalorien zu achten und die meisten Kohlenhydrate wegzulassen. Das funktioniert erfahrungsgemäß ganz gut bei mir.



Tag 1) 16.08.17 Mittwoch, Anreise


Um halb zehn waren wir reisefertig, aber dann hat das Auto schlappgemacht und bis der Schaden behoben war, war es halb zwölf.

In weiser Voraussicht habe ich eine Banane gegessen: gut für die Nerven.

Irgendwann am frühen Nachmittag waren wir erst auf halber Strecke und haben einen Schachterlwirt aufgesucht. (Normalerweise fahren wir bei diesen Fahrten bei der „Landzeit“ vorbei, aber das kostet das dreifache und dauert viermal so lang… und wir wollten ja endlich mal ankommen!)

Ich habe mir artig einen Salat mit Hähnchenfilet bestellt. Selbiges war nicht pur, sondern hatte eine dünne Panade drum herum. So viel also zu „keine Kohlenhydrate“. Da ich selten vor Ort esse, komme ich nicht oft in den Genuß von frischen, heißen Pommes. Aber da lagen sie nun vor mir den Kindern und ich habe mir eine kleine Portion zu meinem Salat gegönnt. Später habe ich mir auch noch ein paar Nuggets von einem der Kinder ausgeliehen, weil noch Grünzeug übrig war – und weil ich Lust darauf hatte.

Nach der Ankunft auf dem Weinberg habe ich ein bißchen im Pool geplantscht, aber das war so lahm und so kurz, daß ich es bei aller Liebe nicht als sportliche Betätigung anrechnen kann.

Zum Abendessen haben wir eine Wirtschaft in Slowenien aufgesucht, wo ich mich auf den ersten Blick in die Speisekarte in gegrillte Calamares verliebt habe. Statt Reis habe ich Gemüse dazu bestellt (gebratene Paprika- und Zucchiniwürfel, primstens) und da ich weder Vor-, noch Nachspeise hatte, bei keinem anderen Familienmitglied probiert habe und außer Wasser nur einen halben Schluck Magenbitter nach dem Essen hatte, war diese Mahlzeit durchaus im grünen Bereich.



Tag 2) Donnerstag


O je, das Frühstücksbuffet hier… immer noch, immer wieder eine Schau!

Ich habe mich trotzdem auf Schinken und Käse beschränkt, dazu etwas Rohkost (Gurke, Tomate, Karotte, Kohlrabi) und Ei. Natürlich hatte ich mehrere Sorten Schinken und diverse Käsehäppchen inkl. Quark auf meinem Teller und so hatte ich nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Dazu gab es Kaffee mit Milch – ohne den komm ich morgens nicht in die Gänge.

Wenn ich will, komme ich gut ohne Marmeladensemmeln und Müsli zurecht.

Dieses rustikale, fett- und eiweißreiche Gabelfrühstück hält ein paar Stunden vor.

Während die anderen beim Wandern waren und danach bei der größten Mittagshitze im Pool unterwegs, habe ich mich gemütlich auf die Terrasse in den Schatten gesetzt, etliche Gläser Wasser getrunken und an ein paar Projekten gearbeitet.

Später gab es einen kleinen Imbiss: einen Salat aus Grünzeug und Tomaten, angemacht in der hier üblichen, herrlichen Kernöl-Balsamico-Marinade und veredelt mit Kürbiskernen und Frischkäse. Kein Brot dazu, nur einen Schluck Wein gekostet.

Als die Sonne nicht mehr ganz so stark gebrannt hat, bin ich eine halbe Stunde lang ins Wasser. Im Tantentempo (noch langsamer, und ich wäre rückwärts geschwommen) gemächlich durchs Becken, das reicht für jemanden mit einem Fitnesslevel von minus acht fürs erste.

Das Abendessen bestand aus dem obligatorischen Blattsalat in Kernöl mit Backhendlstreifen und später musste ich mit unseren Hausleuten noch ein „Begrüßungsachterl“ Weißwein trinken.



Tag 4) Freitag… siehe Donnerstag


Der Tag war (essenstechnisch) eine Kopie des Vortages: das ging schon beim Frühstück los mit Ei, Schinken, Käse, etwas Räucherfisch, Joghurt und dazu Milchkaffee.

Das hat eine lange, anstrengende Wanderung durchs Freilichtmuseum angehalten, bei der ich in großer Hitze sehr viel marschiert bin. Zurück im Quartier als Nachmittagsimbiss wieder den „Sommersalat“ und anschließend eine Stunde lang im Pool herumgetobt.

Abends Backhendl-Salat, allerdings in einer anderen Wirtschaft und darum nicht ganz so lecker. Die Alternative wäre ein Grillbuffet gewesen, aber ich kenne mich gut genug um zu wissen, daß ich dabei vermutlich über die Stränge geschlagen hätte.



Tag 5) Samstag


Zum Frühstück die total verrückte Abwechslung: ich habe zwei (!) Eier gegessen, außerdem etwas Obst (Beeren und Melone) plus das übliche Schinken-Käse-Tomaten-Ensemble, das sich immer auf meinem Teller einfindet. In moderaten Mengen, möchte ich anmerken.

Das Mittagessen ist ausgefallen; zuerst waren wir unterwegs und danach hatte niemand so richtig Hunger. Stattdessen habe ich mich wieder eine Stunde lang ausführlich im Pool bewegt. Während die anderen später Kekse und Müsliriegel gefuttert haben, um die Zeit bis zum Abendmahl zu überbrücken, habe ich viel Wasser und ein Käffchen getrunken und tatsächlich erst eine Weile nach fünf richtig Hunger bekommen.

Der Abendsalat kam mit gegrillter Pute daher und ich hoffe, daß das reichlich darauf verteilte Dressing tatsächlich auf Joghurt basierte, sonst wäre der „Fitnessteller“ nämlich kompletter Murks gewesen.


Tag 6) Sonntag, 20.08.

Stairway to heaven...
und das ist nur der OBERE Teil der Stufen
Morgens etwas Räucherlachs mit Gurke, Frischkäse mit Tomaten, zwei Eier, etwas Buttermilch - und weil ich so Lust darauf hatte, ein paar Ananaswürfel.

Mittags den üblichen Fitness-Salat, dieses Mal hoch droben südlichsten Punkt der Steiermark und nachdem ich zuvor eine gute Stunde in der größten Hitze durch Maribor gelatscht bin. Nach dem Essen sind wir die gefühlt fünfhundert Stufen zur Heilig-Geist-Kirche hochgekraxelt, das hat ganz gut funktioniert und kann als Fitnessprogrammpunkt angerechnet werden.

Abends aus Versehen ein bißchen zu tief ins Weinglas geschaut. Das kommt vor, wenn man auf einem Weinberg Ferien macht. Gegessen habe ich Schafskäse süß-sauer (mit reichlich viel Apfel-, Birnen- und Zwetschgenstücken) und ein paar Käferbohnen mit Schinken.

 

… Fortsetzung folgt

16.08.17

Neues von der Kilofront


Neulich habe ich mal einen Harzer Käse gekauft (Insider wissen: viel Eiweiß, wenig Fett). Und weil ich gerade ein kleines Hüngerchen habe, versuche ich, mich damit anzufreunden. Daran zu schnuppern ist schon mal keine gute Idee.

Ich habe einen der runden Taler geviertelt und eine kleine Versuchsreihe gestartet.

Beim ersten Häppchen "mit ohne alles" hält sich der Jubel meiner Geschmacksknospen in sehr überschaubaren Grenzen.

In Verbindung mit Tomate, Pfeffer und Basilikum ist das zweite Häppchen Käse schon interessanter.

Das dritte Häppchen kommt mit Kümmel, einem Zwiebelring und etwas Salz daher, gar nicht übel.


Ist noch Käse übrig...?
Aber was mach ich jetzt mit dem vierten Häppchen?

Geht das mit Obst (Weintraube, Birne)? Wie kann ich mir den gummiartigen Müffelkäse etwas sympathischer machen, ohne ihn in Essig zu ertränken und mit Zwiebeln zu tapezieren?

Noch sind wir nämlich keine Freunde, der Harzer Käse und ich.

14.08.17

Omm...

Neulich, beim Erleuchteten:


Wenn der Erleuchtete Hunger hat, isst er Buddha-Kekse.

Wenn der Erleuchtete schwimmen geht, ist Buddha bei die Fische.

Wenn der Erleuchtete immer noch Hunger hat, gibt es ein Buddha-Brot.





Und jetzt alle: Ommm...


Ja, das kommt dabei heraus, wenn die Halbstarken und der Backfisch, die immer noch Ferien haben, zu viel auf dem Bollywood-Sender unterwegs sind.

19.07.17

Am Futtertrog (1)


das legendäre Kochbuch von 1804
Wo es gerade so heiß ist, steht sogar mir der Sinn eher nach frischer, kühler Rohkost und darum gibt es jetzt fast jeden Abend Salat, so bunt wie die Kuh persönlich.

Erst gestern habe ich ein Dressing gemacht, das ich am liebsten ausgetrunken hätte, als die Vitamine aufgegessen waren… so lecker war das!

... ich lern's irgendwann tatsächlich noch, mein Essen appetitlich zu fotografieren!


Man nehme:

einen Schwung Joghurt 1,5%

einen Schuss Zitronensaft

einen Schuss Essig

Salz und (groben) Pfeffer nach Belieben

etwas Paprikapulver (scharf)

… und jetzt kommt’s:

einen Schwung Dillspitzen (!)

etwas Knoblauch (!!)

Das wird alles schön cremig zusammengerührt und ein bißchen stehengelassen. Wer mag, schnippelt schon jetzt ein paar dünne Zwiebelringe rein und lässt sie eine Weile durchziehen.

Die eigentlichen, offiziellen Salatzutaten kommen erst danach in die Schüssel:

Gurke

Tomate

Paprika

Oliven (nach Bedarf)

Pak Choi („standfester“ im Salat als seine europäischen Verwandten)

evtl. noch kaltes, gebratenes Hähnchenfilet, Kochschinken oder Thunfisch

Der Clou:

Die Joghurt-Dill-Knoblauch-Zitronensaft-Kombination verleiht sogar dem popeligsten Grünzeug einen Hauch von griechischem Zaziki-Urlaubsgeschmack.

... Mahlzeit!